Hilfe!!! Meine Figur hat sich verändert

von 14.11.2021Figur, Gut Aussehen, Stilberatung

Es gibt ein Thema, zu dem mich so viele Fragen und Mails erreichen, dass ich das Bedürfnis habe, dafür einen eigenen Beitrag zu verfassen.

Es handelt sich auch nicht direkt um eine Frage, sondern eher um einen Hilferuf, welcher mich in vielfältiger Form erreicht. Und dieser Hilferuf lautet so:

 

              Hilfe! Mein Körper hat sich verändert!

 

Die Gründe für die Veränderung sind unterschiedlich. Da gibt es die Wechseljahre, Schwangerschaften, Gewichtsreduktion und -zunahme, …

Meistens werden diese Veränderungen als etwas Schlechtes betrachtet. Das Leben spiegelt sich in den Körperformen und unser Kopf kommt mit den neuen Maßen nicht zurecht. Deswegen kommt im Anschluss an den Hilferuf dann doch eine Frage: “Was soll ich tun?”

 

Was ich dagegen selten bekomme, ist ein Hinweis darauf, wohin sich die Fragestellerin bewegen möchte. Will sie die körperliche Situation ändern, oder ihre Garderobe anpassen?

Ich nehme als Beispiel einmal den ‘Klassiker’: die Gewichtszunahme.

Du hast also zugenommen. Deine Kleider sind zu eng geworden. Und weil der Alltag Dich zu sehr in Beschlag genommen hat, hast Du einfach irgendwelche ‘Zelte’ gekauft, Dich verhüllt und die Waage verdrängt. Dann, in einem ruhigen Moment, hast Du in den Spiegel gesehen und einen Schrecken bekommen. 

Nun hast Du mehrere Möglichkeiten. Der erste Schritt wäre zu klären, wie es zu dieser Zunahme gekommen ist. Ist es ein krankhafter Grund? Nimmst Du Medikamente, welche eine Zunahme begünstigen? Liegt es an den Wechseljahren? Hast Du ein Baby bekommen? Hat sich Dein Leben verändert und Du bewegst Dich deswegen weniger? Bist Du ein Stress-Esser? Der Möglichkeiten gibt es viele. 

Dann die nächste Frage: Könntest Du an dieser Situation etwas ändern? Wenn ja, WILLST Du etwas ändern? Ja? Dann gehe es an. Ändere Deine Ernährung, treibe mehr Sport, sprich mit Deinem Arzt. Triff die Entscheidung und nehme es in Angriff!

Könntest Du etwas ändern, willst es aber nicht? Sei ehrlich! Es ist absolut legitim zu sagen, jetzt mag ich nicht. Meine Prioritäten liegen (derzeit) woanders. Aber dann steh auch dazu!

 

Dann gehen wir zum nächsten Schritt. Und dieser heißt: Akzeptiere was ist.

Es ändert sich nichts an Deinem Körper indem Du ihn ablehnst. Die Röllchen am Bauch werden sich nicht schamhaft zurückbilden, nur weil Du mit ihnen schimpfst.

Und selbst wenn Du gezielt Dein Leben und Deine Ernährung änderst, es wird eine Weile dauern, bis sich Ergebnisse zeigen. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Habe ich doch selbst einmal 90 kg gewogen. Es hat mehr als 2 Jahre gedauert, bis ich mit der Zahl auf der Waage zufrieden gewesen bin.

Ganz besonders wichtig ist die Akzeptanz Deines Körpers, wenn es Dir gerade nicht möglich ist, etwas daran zu ändern. Und wenn Du nichts ändern willst, dann solltest Du Deine Formen erst recht akzeptieren. 

Egal, für welchen Weg Du Dich entscheidest, Du bist nicht mehr oder weniger wertvoll als andere. Du trägst einfach nur zur uns umgebenden Körpervielfalt bei. 

 

Möchtest Du nun lieber Deine Garderobe Deinem Körper anpassen? 

Dann finde heraus, welche Körperform Du besitzt. Ist sie wirklich so viel anders als früher? Weil, wenn Du früher eine X-Form besessen hast, wirst Du sie mit Sicherheit jetzt auch noch haben. Vielleicht hast Du etwas mehr Bauch bekommen? Dann schaue doch einmal in den Beitrag “Wie kannst Du Deinen Bauch kaschieren. Oder Du möchtest einfach ein wenig größer wirken und Dich damit optisch verschlanken, dann schaue bei “Wer will lange Beine habenvorbei. Es findet sich für alles ein passendes Wie. Weißt Du, was Du verändern willst, um Dich wieder wohl zu fühlen?

Wenn Du bei der Neu-Bestimmung Deines Körpers, seiner Formen und wie Du sie am besten einkleiden kannst, aktive Hilfe möchtest, dann empfehle ich Dir den StilSicher in 8 Wochen Kurs

 

Im Kurs bekommst Du das Rundumpaket, wo Du mit der Unterstützung von mir, meinem Team und anderen teilnehmenden Stil Heldinnen die hier aufgezeigten Schritte durchführen kannst. Und am Ende höre ich von Dir dann vielleicht einen Satz, den ich auch sehr oft höre: “Danke! Jetzt fühle ich mich in meiner ersten und zweiten Haut endlich wieder wohl!

PS: Schönheit beginnt im Herzen und geht dann vom Kopf bis zu den Füßen.

... und warum Deine innere Einstellung dabei viel wichtiger ist.

 

 "Schönheit fängt im Herzen an und geht dann vom Kopf bis zu den Füßen." FRAU MAIER

MEIN Lieblingszitat im wahrsten Sinne. Und wie Du es praktisch anwendest erfährst Du hier und heute. Und so viel verrate ich bereits jetzt: die Kleidung spielt in diesem Teil eine untergeordnete Rolle. Und: am Ende gibt´s noch ein Geschenk. Von mir – an Dich. Gut aussehen...als ob das so einfach ist!

Die Medien zeigen uns tagtäglich, was schön und erstrebenswert ist. Den Männern führt man Six-Packs und markante Gesichtszüge vor. Den Damen faltenfreie Haut, 90-60-90 Maße, üppiges Dekolleté, runder Po, flacher Bauch, lange Beine... Und bitte alles in Kombination!

Sehen wir so aus?

Nein.

Warum?

Weil die meisten Models selbst auch nicht so aussehen.

Denn weniger publik ist, wie es dazu kommt. Da werden also Arme und Beine verlängert, Füße verkleinert, Augen vergrößert, die Haut mehrfach geglättet und ge-glow-ed, Schultern angehoben, der Bauch verflacht, usw. usw. (und manchmal kann Photoshop auch so richtig in die Hose gehen – klick).

Mich erleichtert dieses Wissen. Denn das ist wie die Torte auf dem Bild im Backbuch. 3-stöckig – schneeweiss – perfekt verziert – einfach makellos. Auch das Stückchen auf dem Teller: die einzelnen Schichten, ganz einfach perfekt und zum Reinbeissen ... nicht ganz.

Was wir da sehen ist alles andere als essbar. Gips, Karton, Farbe ... eine kleine Illusion also, um uns den Mund wässrig zu machen. Und wenn wir wissen, dass es das ist, dann erwarten wir nicht, dass unsere Torte so aussieht wie die im Buch und dass wir beim Blick in den Spiegel durchaus auch Falten haben dürfen.

Wir sind Menschen. So wie unsere Charakterzüge uns einzigartig sein lassen, so machen auch unsere äusseren Gegebenheiten uns schön. Auch wenn Sie nicht der erfundenen Norm entsprechen. Oft sind die Dinge, die Du vielleicht nicht magst, genau die, die unserem Gegenüber besonders gut gefallen.

 

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