10 Jahre? – 10 Jahre!

von 10.08.2022FRAU MAIER tv, Life&Style, Selbstsicher leben, Stilberatung

FRAU MAIER im Wandel der Jahre

 

Neulich saß ich in meinem “Büro” draußen im Schatten und blätterte im Kalender, um meine Calls im aktuellen Programm SelbstSicher leben VIP einzuplanen. Ich blätterte bis zum August 2022. 

Moment … August 2022? 

In meinen Gedanken blitzte eine andere Jahreszahl auf: 2012!

Im August 2012 habe ich mich selbständig gemacht. Vor 10 Jahren. Sind es wirklich schon 10 Jahre oder erst 10 Jahre??? 

Vor meinem inneren Auge fliegen die Jahre dahin. 

Damals war alles, wirklich alles noch sooo anders in meinem Leben. 

Bis 2012 war ich Prokuristin in einer Werbeagentur. Ich war 35. Meine Visitenkarte sorgte für Eindruck, auf jeden Fall bei mir selbst. 

Senior Account Director und Prokuristin stand da. Es gab Zeiten da hätte ich sie mir am liebsten auf die Stirn geklebt 😉 so orientiert war ich im Außen. Ich habe gutes Geld verdient und bekam großzügige Vergünstigungen, wie mein sensationelles Geschäftsauto – ein VW Touareg! – der war mit das beste an dem Job, neben der Visitenkarte. Beides: Titel und Auto waren für mich in meinem alten Leben so das, was es brauchte nach einem BWL Studium und ein paar Jahren im Job.

Ja, ich hatte “Erfolg”, ich habe einen guten Job gemacht. Den jederzeit jemand anders auch hätte machen können. Ich empfand weder Befriedigung noch Erfüllung in meiner Arbeit. Auch das Wissen, dass ich als “Rädchen im Getriebe” jederzeit ausgewechselt werden konnte, hat mich immer unzufriedener werden lassen. Die dadurch entstandene Leere füllte ich am Wochenende mit Partys. 

Irgendwann war auch das langweilig. Ich stellte so ziemlich alles in Frage. Vor allem “meinen Sinn des Lebens”. Mir war klar, dass ich nicht bereit und willens war “irgendeinen” Job zu machen, irgendwo 8 bis 10 Stunden hinzugehen, anwesend zu sein und am Montag schon den Freitag herbeizusehnen.

Es gab Tage, da saß ich in meinem tollen Auto und fuhr rauchend und heulend zur Arbeit. Nein, es war nicht schlimm da. Überhaupt nicht. Meine innere Leere, die Sinnlosigkeit, die ich verspürte, das ließ mich heulend zur Arbeit fahren. 

“Dafür bin ich nicht hier! Das mache ich keine weiteren 30 Jahre!”

Es war offensichtlich, ich musste etwas unternehmen!

Ich beschäftigte mich mit mir, mit meinem Sein, meiner Vergangenheit, meiner Familie, … ich tauchte ein, in eine Welt, die mir bis dato gänzlich unbekannt war: 

In die Welt der Persönlichkeitsentwicklung. 

Und ich lernte sooo, sooo viel über mich, meine Sicht auf Leben, meine Glaubenssätze, meine Identität. Unglaublich und so bereichernd!

Auf einem Seminar, in einer Abschluss-Meditation, hatte ich eine Eingebung! Es durchfuhr mich wie ein Blitz!

“Ich mache mich selbständig. Als Stilberaterin!”

BOOM! Plötzlich war ALLES klar vor meinem inneren Auge.

Innerhalb von nur 4 Wochen kündigte ich meinen Job. 

Gehalt weg. 

Firmenwagen weg. 

Titel und Visitenkarte weg ;). 

Die einzige Sicherheit, die ich hatte, war mein Glaube an mich selbst. Neben der Tatsache, dass ich geschieden war und damals in der Kellerwohnung einer Freundin wohnte, gab es nicht viel. Keine großen Rücklagen oder Familienreichtümer.  

Und ich hatte große Ziele für mich und mein Business!

So startete ich mein Business mit Einzelberatungen. Hatte direkt und regelmäßig meine ersten Beratungen. Ich fuhr durch ganz Deutschland, vom Bodensee bis nach Kiel und wieder zurück, besuchte meine Kundinnen und Kunden (ja, auch Männer gehörten zu meinem Kundenstamm) und genoß es sehr, diese zu beraten und bei ihrer Entwicklung zu helfen und zu begleiten.

Es war eine aufregende und zugleich wunderbare Zeit. Zeigte sie mir doch, dass es funktioniert. Auch wenn mich wirklich viele für verrückt hielten den “sicheren Job” einfach aufzugeben um etwas zu machen, das keiner so wirklich verstand. Also sprach ich mit niemandem, der versuchte mir seine eigenen Limitierungen aufzudrücken.

Ich blieb dran. Machte mein Ding. Baute meine erste Website, startete mit meiner eigenen Facebookseite, unterstützte andere und ließ andere mich unterstützen.

 

Mein Wunsch war es schnell, noch mehr Menschen anzusprechen und zu erreichen. Die Einzelberatungen haben mir viel Freude bereitet, doch hatte ich den Wunsch, meine wertvolle Message mit noch mehr Menschen, vor allem Frauen zu teilen.

 

2013 zog ich mit meinem heutigen Mann Oliver zusammen und begann mit meinen ersten Vorträgen. Zuerst habe ich die Locations dafür selbst angemietet. Dann ging ich in die Modehäuser. 

Die Vorträge liefen, dort wo sie stattfanden, wunderbar! Und ich träumte davon, noch viel mehr Vorträge zu halten, ein viel größeres Publikum anzusprechen und das im ganzen deutschsprachigen Raum. In jedem größeren Modehaus wollte ich sprechen und die Frauen zu ihrem eigenen Stil hinführen. 

Nur … die Modehäuser waren nicht ganz so begeistert wie ich. Zu sehr verankert im Alt-Bekannten mit Modeschauen und Verkaufsaktionen. 

Und dann passierte ein kleines persönliches Wunder: Ich wurde schwanger. Bei meinem ersten Imagefilm, aufgenommen im Sommer 2013 in Bregenz und bei meinem Vortrag „FRAU SEIN – Das Geheimnis des guten Aussehens“ bei Huchler in Friedrichshafen, war ich schon nicht mehr “allein” unterwegs. 

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Solange mein Bauch es zuließ (und das war lang, die letzte Beratung fand 3 Wochen vor der Entbindung statt), hielt ich weitere Vorträge und fuhr zu meinen Kundinnen zur Einzelberatung. Im Januar 2014 wurde Johanna geboren. Und schon im März hielt ich meinen nächsten Vortrag. Eins war recht schnell klar. Deutschlandtouren für Einzelberatungen wollte ich nicht mehr. Mit Milchpumpe durch die Lande zu ziehen – da konnte ich mir besseres vorstellen. Also war es an der Zeit neu zu justieren. 

 

Wie kann ich Einzelberatungen trotzdem durchführen, ohne tagelang weg zu sein?

Und so kam es zu meiner ersten Online-Stilberatung via Zoom. Mit Johannas Hochstuhl, einem Küchenbrett, meinem alten BWL Lexikon aus Studienzeiten vor dem Visionboard in unserem damaligen Schlafzimmer. 

 

In 2015 gehörte die Online-Beratung fest zu meinem Angebot. Es passte einfach viel besser in mein Leben mit Mann und Kind.

Weiterhin versuchte ich das Vortrags-Business auf den Weg zu bringen. Doch es lief nicht so wie ich mir das vorstellte. 

Das Universum hatte stattdessen etwas anderes für mich im Sinn, und natürlich war ich öfter genervt, dass es nicht so lief wie ich mir das vorstellte. Wie gut es ist, dass manche Wünsche nicht in Erfüllung gehen, kennt wahrscheinlich jede von uns … Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. Doch dazu kommen wir noch.

 

Zuerst genoss ich es, dass ich genug Zeit für mein Kind hatte. Und dann kauften wir auch noch ein Haus auf der Schwäbischen Alb, welches wir in 6 langen Monaten selbst renovierten. Es machte immer mehr Sinn online zu arbeiten. Ich war so viel freier in meiner Zeiteinteilung. Gar nicht davon zu reden, wie viel Stress mir im Straßenverkehr dadurch erspart blieb!

Natürlich habe ich noch 1:1 Beratungen durchgeführt. Aber nicht mehr so oft und praktisch nur noch in meiner Nähe, in Stuttgart oder in der Outletcity Metzingen. Statt mehrere Tage für eine Beratung unterwegs zu sein, habe ich meine Kundinnen zu mir geholt. Mein Business veränderte sich weiter. 

2016 kam es dann zu einer wundersamen Begegnung. Im Rahmen eines Projekts wurde ich von Kathrin Luty  angesprochen. Mit ihr und ihrer damaligen Business Partnerin war ich in Berlin. Und natürlich sind wir dabei auch zusammen einkaufen gewesen.

Wir hatten nicht nur eine gute Zeit, sondern wir sind auch ins Gespräch gekommen. Am Ende des Tages meinte die Kathrin dann nur: 

“Ganz klar. Du brauchst einen Online Kurs.” 

Meine Antwort darauf war schlicht und direkt: “Einen Online Kurs?! Nein, das geht nicht. Das funktioniert nicht.”

Nun denn, dass sich seitdem ein “bisschen” was getan hat, dürfte Dir bekannt sein. 

Was genau und wie und wo, das erzähle ich Dir dann in Teil zwei. Außerdem erfährst Du da, wieso mir genau die Leukämie unserer Tochter einen RIESEN Wachstumsschub gegeben hat und wie wir inzwischen als Reisende – oder “Vagabunden”, wie neulich jemand meinte 😉 – leben … na, vielleicht braucht’s dafür noch einen dritten Teil … 

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