Besitzt Du ein Bernsteinzimmer?
Team FRAU MAIER

Vor einigen Wochen lag ich im Schatten auf einer Liege in Tansania und scrollte auf dem Handy ein wenig durch die Sozialen Medien. Dabei stolperte ich über ein lustiges Spruchbild, welches mich herzhaft zum Lachen brachte.

Der Text ging ungefähr so: “Immer wenn ich Langeweile habe, gehe ich in mein Bernsteinzimmer, trinke einen Dom Pérignon aus dem Heiligen Gral und denke mir: ‘Das kannste auch keinem erzählen …’ “.

Während ich im Anschluss, mit geschlossenen Augen den warmen Wind genießend meinen Gedanken nachhing, ging mir dieses Bild nicht mehr aus dem Kopf. Dieses Bernsteinzimmer soll ja tatsächlich existieren. Nur gefunden hat man es bisher nicht. Was, wenn es wirklich so einfach wäre? Was, wenn es wirklich jemanden geben würde, der heimlich und alleine diesen Raum genießen würde? Welche Motivation stünde dahinter?

Was, wenn es nur darum gehen würde, einen ganz privaten Raum für sich selbst zu haben?

Ich ließ meiner Phantasie freien Lauf und kicherte innerlich bei der Vorstellung, wenn sich dieses Bernsteinzimmer in meinem Keller befinden und ich mich dort hinunter schleichen würde um in Ruhe einen Gin-Tonic zu trinken (Champagner war keiner da, ein Gral auch nicht😜). 

Ein Vogel riss mich mit lauten Gezwitscher aus meinen Gedanken. Wie behaglich ich es doch hier auf meiner Liege hatte! Nein, ich brauche kein Bernsteinzimmer. Jedenfalls nicht das, was sich alle darunter vorstellen. Meine Liege, jetzt, hier, das war mein ganz persönliches Bernsteinzimmer!

Dies hier war mein Ruhe-Raum. Es war nicht mal ein geschlossener Raum, trotzdem ein Ort, an dem ich zur Ruhe kommen konnte und durfte.

Sobald mir dies klar geworden war, wurde mir bewusst, wie wichtig so ein Privat-Raum doch ist. Ständig sind wir allen möglichen Einflüssen ausgesetzt. Auf der Arbeit, wo ständig das Telefon klingelt oder eine Aufgabe wartet. Zuhause, wo unser Partner und die Kinder uns fordern und der Haushalt erledigt werden will. Ebenso in unserer Freizeit, wo wir die Zeit gemeinsam mit unseren Freunden verbringen und natürlich auch für diese da sein möchten.

Schnell kann es passieren, dass wir versäumen dabei auf uns selbst zu achten.

Gleichgültig, wie sehr wir im Job aufgehen, unsere Familie lieben und Spaß mit unseren Freunden haben, es kostet doch auch Energie. Energie, welche aufgeladen werden will, wollen wir unser Leben weiterhin genießen.

Und dann hilft es uns ungemein, einfach mal nur wir selbst zu sein. Zur Ruhe kommen. Die Tür zu unserem eigenen Selbst öffnen. Dort, wo es keine Rolle auszufüllen gilt. Dort, wo wir Kitschromane lesen, die ‘peinliche’ Band anhören (und laut mitsingen), uns eine Romanze anschauen und dicke Tränen weinen oder einfach nur unseren Körper spüren, während wir einen Spaziergang machen.

All diese Dinge gehören zu uns, machen uns aus. Und wenn wir diese Dinge zulassen, bekommen wir viel leichter Zugang zu unseren wahren Wünschen und Sehnsüchten. Wünsche, bei denen wir vielleicht auch mal denken ‘Das kannst du auch keinem erzählen’. 😉  Und doch sind es genau diese Sachen, welche uns antreiben, ein Ziel setzen, uns herausfordern und unserem Leben einen Sinn geben. Vergraben wir unsere Sehnsüchte unter einem Berg genannt Alltag, verlieren wir irgendwann die Freude und unsere Lebenslust.

Also, wo befindet sich DEIN Bernsteinzimmer? In der Badewanne, wo Du ein heißes Schaumbad genießt? Im Auto, wo Du die Anlage laut aufdrehst und mitsingst? In der Natur, wo Du lange Wanderungen unternimmst, Berge erklimmst oder Kanu fährst? Oder hast Du tatsächlich einen Raum, wo Du vielleicht Deinem Hobby frönen kannst?

Erzähl mir davon!

Alles Liebe, Deine

Moderne Stilberatung - FRAU MAIER

5 Kommentare

  1. Danke Katharina für den schönen Impuls.
    Ja, definitiv braucht jeder ein Bernsteinzimmer.
    Bei mir ist es der Blick aufs Meer von unserem Haus am Meer auf Lanzarote.
    Und einsame Spaziergänge an der Küste, wo ich mit den Mitgliedern meines inneren Teams diskutiere und zu Klarheit komme.
    Wenn ich nicht auf Lanzarote bin, ist es die Tasse Tee an einem Schreibtisch mit Laptop oder mit Füller und Notizbuch, um zu schreiben, zu reflektieren und Ideen zu notieren.
    So tanke ich in meinem Bernsteinzimmer auf.
    Herzliche Grüße in dein Bernsteinzimmer, wo immer du gerade bist oder bald sein wirst auf der Welt!
    Gudrun

    Antworten
    • Liebe Gudrun,
      wie schön, von Dir zu hören!
      Das Diskutieren mit dem inneren Team kenne ich auch. Allerdings unterhalte ich mich dabei oft mit Menschen, welche schon da sind wo ich gerne hin möchte.
      So ähnlich, wie wenn beim einkaufen die „kleine Katharina“ auf meiner Schulter sitzt und mich berät 😉
      Ein lieber Gruß
      Ela – TEAM FRAU MAIER

      Antworten
  2. Hallo Katharina,
    mir gefällt der Begriff Bernsteinzimmer. Ich habe sowas auch, wenn die Zeit und die Familie es zulässt: morgens vor der Arbeit spazieren gehen, abends beim Spülen laut Musik hören, … da muss ich nichts erfüllen. Ich kann einfach nur da sein. Ich nenne das übrigens meine „Inseln“. Und ich nehme die mir auch bewusst, wenn ich merke, dass mir der Alltag/die Arbeit zuviel wird. Das ist wie ein Gegengewicht.

    Zu deinem PS „Schönheit fängt im Herzen an …“: ich habe vor 3 Jahren beschlossen, meine Haare nicht mehr zu färben. Bin dabei aber in Stufen vorgegangen. Also von dunkelbraun habe ich die Haare immer heller gefärbt bis sie blond waren. Jetzt kann ich das Blond fast stufenfrei rauswachsen lassen. Am Anfang haben alle gesagt, wie kannst du das machen! Wie soll das denn dann aussehen, wenn du ganz graue Haare hast. Ich hatte aber eine Vorstellung davon. Und mein Plan hat funktioniert. Als die Haare dann blond waren, habe ich sogar Komplimente bekommen. Das schönste war aber, das mein Freund gesagt hat, er finde, dass sähe jetzt doch ganz gut aus :-).
    Mich freut das sehr, dass das jetzt so gut – ohne Haare abschneiden – geklappt hat. Und dass ich meinem inneren Wunsch treu geblieben bin. Es fühlt sich einfach gut und richtig an.

    Antworten
    • Liebe Daniela,
      ich beglückwünsche Dich von Herzen dazu, dass Du Deinen Weg gegangen bist. Und einmal mehr beweist es, dass es unsere Ausstrahlung ist, welche andere an uns wahrnehmen.
      Ein lieber Gruß
      Ela – TEAM FRAU MAIER

      Antworten
  3. Liebe Katharina,
    Mein „Bernstein Zimmer“ ist mein Schlafzimmer in meinem Haus auf Mallorca. Seit ich es mir umgestaltet habe, entspricht es meiner Vorstellung von einem idealen Ort, an den ich meinen Gedanken nachhänge und Ideen aufschreibe. Es ist der ideale Raum für inneren und äußeren Rückzug und gleichzeitig inspirierend.
    Ja, unbedingt sollte jeder so einen Ort zurVerfügung haben- ob real oder virtuell ist unerheblich. Ich stimme voll zu.
    Danke für das Teilen Deiner Gedanken.
    Herzliche Grüße
    Regina

    Antworten

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5 Kommentare

  1. Danke Katharina für den schönen Impuls.
    Ja, definitiv braucht jeder ein Bernsteinzimmer.
    Bei mir ist es der Blick aufs Meer von unserem Haus am Meer auf Lanzarote.
    Und einsame Spaziergänge an der Küste, wo ich mit den Mitgliedern meines inneren Teams diskutiere und zu Klarheit komme.
    Wenn ich nicht auf Lanzarote bin, ist es die Tasse Tee an einem Schreibtisch mit Laptop oder mit Füller und Notizbuch, um zu schreiben, zu reflektieren und Ideen zu notieren.
    So tanke ich in meinem Bernsteinzimmer auf.
    Herzliche Grüße in dein Bernsteinzimmer, wo immer du gerade bist oder bald sein wirst auf der Welt!
    Gudrun

    Antworten
    • Liebe Gudrun,
      wie schön, von Dir zu hören!
      Das Diskutieren mit dem inneren Team kenne ich auch. Allerdings unterhalte ich mich dabei oft mit Menschen, welche schon da sind wo ich gerne hin möchte.
      So ähnlich, wie wenn beim einkaufen die „kleine Katharina“ auf meiner Schulter sitzt und mich berät 😉
      Ein lieber Gruß
      Ela – TEAM FRAU MAIER

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  2. Hallo Katharina,
    mir gefällt der Begriff Bernsteinzimmer. Ich habe sowas auch, wenn die Zeit und die Familie es zulässt: morgens vor der Arbeit spazieren gehen, abends beim Spülen laut Musik hören, … da muss ich nichts erfüllen. Ich kann einfach nur da sein. Ich nenne das übrigens meine „Inseln“. Und ich nehme die mir auch bewusst, wenn ich merke, dass mir der Alltag/die Arbeit zuviel wird. Das ist wie ein Gegengewicht.

    Zu deinem PS „Schönheit fängt im Herzen an …“: ich habe vor 3 Jahren beschlossen, meine Haare nicht mehr zu färben. Bin dabei aber in Stufen vorgegangen. Also von dunkelbraun habe ich die Haare immer heller gefärbt bis sie blond waren. Jetzt kann ich das Blond fast stufenfrei rauswachsen lassen. Am Anfang haben alle gesagt, wie kannst du das machen! Wie soll das denn dann aussehen, wenn du ganz graue Haare hast. Ich hatte aber eine Vorstellung davon. Und mein Plan hat funktioniert. Als die Haare dann blond waren, habe ich sogar Komplimente bekommen. Das schönste war aber, das mein Freund gesagt hat, er finde, dass sähe jetzt doch ganz gut aus :-).
    Mich freut das sehr, dass das jetzt so gut – ohne Haare abschneiden – geklappt hat. Und dass ich meinem inneren Wunsch treu geblieben bin. Es fühlt sich einfach gut und richtig an.

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    • Liebe Daniela,
      ich beglückwünsche Dich von Herzen dazu, dass Du Deinen Weg gegangen bist. Und einmal mehr beweist es, dass es unsere Ausstrahlung ist, welche andere an uns wahrnehmen.
      Ein lieber Gruß
      Ela – TEAM FRAU MAIER

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  3. Liebe Katharina,
    Mein „Bernstein Zimmer“ ist mein Schlafzimmer in meinem Haus auf Mallorca. Seit ich es mir umgestaltet habe, entspricht es meiner Vorstellung von einem idealen Ort, an den ich meinen Gedanken nachhänge und Ideen aufschreibe. Es ist der ideale Raum für inneren und äußeren Rückzug und gleichzeitig inspirierend.
    Ja, unbedingt sollte jeder so einen Ort zurVerfügung haben- ob real oder virtuell ist unerheblich. Ich stimme voll zu.
    Danke für das Teilen Deiner Gedanken.
    Herzliche Grüße
    Regina

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