Zu welchem Figurtyp passen die 2021er Modetrends?

von 01.07.2021Figur, Gut Aussehen, Life&Style, Shopping, Stilberatung

Vor einiger Zeit habe ich, ich weiß nicht mehr wo genau, gehört, 2021 wäre ein Trend-Jahr für Birnen. Mit ‘Birnen’ werden umgangssprachlich oft Frauen mit einer sogenannten ‘A-Figur’ bezeichnet. Also Frauen mit schmalen Schultern und einer etwas breiteren Hüftpartie.

 

Du weißt, dass ich mich von Trends und aktuellen Mode-Diktaten nicht beeinflussen lasse. Allerdings gehe ich einkaufen. Und da begegnen mir natürlich auch die Kleidungsstücke, welche gerade aktuell angeboten werden. Während ich dann z.B. nach einem Shirt mit einem schlichten Ärmel suche, fallen mir so auch die vielen Shirts und Blusen mit Puffärmeln, Kellerfalten, Rüschen und Schleifen ins Auge. 

Viele der angebotenen Sachen gefallen mir. Wenn sie aber nicht MEINEM Stil entsprechen, dürfen sie nicht mit nach Hause. Was aber machst Du, wenn Du noch auf der Suche nach DEINEM Stil bist? Was, wenn Du so ein Kleidungsstück kaufst und es sich später an Dir dann falsch anfühlt?

Meine Stil Heldinnen (das sind die Teilnehmerinnen aus meinem StilSicher in 8 Wochen Kurs ) bekommen ziemlich früh am Anfang des Kurses die Aufgabe, sich auszumessen. Und sehr, sehr viele Damen haben dort einen ersten großen Aha-Moment. Sie stellen fest, dass sie sich viele Jahre ganz falsch eingeschätzt haben. Viele Jahre lang haben sie ihre Hüftpartie als viel breiter betrachtet, als sie tatsächlich ist und sich für eine ‘Birne’ gehalten. Sei es, weil die Aufmerksamkeit verschoben war, oder ihnen mal jemand etwas von einem ‘gebärfreudigen Becken’ etc. erzählte, was sie angeblich hätten. Die Gründe sind unterschiedlich, das Ergebnis ist immer das gleiche: Wenn Du Deinen Figurtyp falsch einschätzt, läufst Du Gefahr Deine Proportionen ungünstig zu betonen.

 

Wie gut also kennst Du Deine Figur?

 

Wenn Du Deine Figur kennst, Deine Schultern wirklich schmaler als Deine Hüften sind, dann kannst Du von den derzeitigen Mode-Angeboten tatsächlich profitieren. Durch die Betonung der Schultern, werden diese optisch verbreitert und gleichen sich der Hüftpartie an. Die Proportionen sind ausgeglichen. Wenn Du zusätzlich noch die Taille hervor hebst, durch einen Gürtel z.B., bekommst Du die von uns allen begehrte X-Figur. 

Diese Sanduhrform ist in unseren Gefilden übrigens die begehrteste Körperform, da sie für Jugend steht und Männern signalisiert, dass man nicht schwanger, also ‘zu haben’ ist. Das sagen jedenfalls die Forscher 😉

Hat Dein Körper ausgeglichene Proportionen, kannst Du trotzdem Puffärmel und Schulterpolster tragen. Nein, das hat nichts mit der Rückkehr der 80er Jahre zu tun. Wenn Du jedoch nicht vorhast, bei einer Neuauflage vom Denver Clan mit zu spielen (Wer kennt die Serie noch?), dann hilft ein kleiner Trick. Betone einfach zusätzlich auch den Bereich um Deine Hüfte. Mit einem Rock in A-Linie oder vielleicht mit einem Rock mit auffälligen Tüten-Taschen. Das sind aufgesetzte Taschen, welche seitlich etwas abstehen. Oder einer Hose mit Bundfalten. Das alles sind kleine optische Tricks, mit denen Du einen Ausgleich schaffen kannst, damit die Proportionen wieder stimmen.

Frauen mit einer H-Figur (Schultern, Taille, Hüfte gleichmäßig breit) können sich mit dem selben Trick auch optische Kurven zaubern.

 

Bist Du jedoch vielleicht sehr sportlich, oder hast kräftige Oberarme, dann würde ich Dir als Beraterin von dieser Mode abraten. Bei einer sogenannten Y-Figur sind die Schultern breiter gebaut als die Hüftpartie. Mit auffällig betonten Ärmeln wird der Schulterbereich zusätzlich optisch breiter und kann auch mit einer Betonung der Hüfte nicht richtig ausgeglichen werden. 

Wieso es bei kräftigen Oberarmen besser ist, nach anderen Kleidungsstücken zu greifen, habe ich Dir schon im Artikel ‘Geschickt inszeniert: Kräftige Oberarme’ erklärt. 

Natürlich, wenn es Dir gefällt, dann steht Deinem Wunsch, die aktuelle Mode zu tragen, keinerlei Figurtyp im Weg. Wenn es Dir gefällt, Du Dich wohl fühlst, dann strahlst Du das auch aus. Wenn Du Freude an Deiner Kleidung hast, überstrahlt die Freude eventuelle Ungleichheiten in den Proportionen. Bist Du noch auf der Suche nach Deinem Stil, helfen Dir die kleinen Tipps vielleicht, Deine Unsicherheit in Sicherheit zu verwandeln.

PS: Schönheit beginnt im Herzen und geht dann vom Kopf bis zu den Füßen.

... und warum Deine innere Einstellung dabei viel wichtiger ist.

 

 "Schönheit fängt im Herzen an und geht dann vom Kopf bis zu den Füßen." FRAU MAIER

MEIN Lieblingszitat im wahrsten Sinne. Und wie Du es praktisch anwendest erfährst Du hier und heute. Und so viel verrate ich bereits jetzt: die Kleidung spielt in diesem Teil eine untergeordnete Rolle. Und: am Ende gibt´s noch ein Geschenk. Von mir – an Dich. Gut aussehen...als ob das so einfach ist!

Die Medien zeigen uns tagtäglich, was schön und erstrebenswert ist. Den Männern führt man Six-Packs und markante Gesichtszüge vor. Den Damen faltenfreie Haut, 90-60-90 Maße, üppiges Dekolleté, runder Po, flacher Bauch, lange Beine... Und bitte alles in Kombination!

Sehen wir so aus?

Nein.

Warum?

Weil die meisten Models selbst auch nicht so aussehen.

Denn weniger publik ist, wie es dazu kommt. Da werden also Arme und Beine verlängert, Füße verkleinert, Augen vergrößert, die Haut mehrfach geglättet und ge-glow-ed, Schultern angehoben, der Bauch verflacht, usw. usw. (und manchmal kann Photoshop auch so richtig in die Hose gehen – klick).

Mich erleichtert dieses Wissen. Denn das ist wie die Torte auf dem Bild im Backbuch. 3-stöckig – schneeweiss – perfekt verziert – einfach makellos. Auch das Stückchen auf dem Teller: die einzelnen Schichten, ganz einfach perfekt und zum Reinbeissen ... nicht ganz.

Was wir da sehen ist alles andere als essbar. Gips, Karton, Farbe ... eine kleine Illusion also, um uns den Mund wässrig zu machen. Und wenn wir wissen, dass es das ist, dann erwarten wir nicht, dass unsere Torte so aussieht wie die im Buch und dass wir beim Blick in den Spiegel durchaus auch Falten haben dürfen.

Wir sind Menschen. So wie unsere Charakterzüge uns einzigartig sein lassen, so machen auch unsere äusseren Gegebenheiten uns schön. Auch wenn Sie nicht der erfundenen Norm entsprechen. Oft sind die Dinge, die Du vielleicht nicht magst, genau die, die unserem Gegenüber besonders gut gefallen.

 

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1 Kommentar

  1. Andrea

    Danke für den Artikel liebe Katharina. Ich habe viel von dir gelernt! Vor allem, dass ich keine Klamotten shoppen muss, sondern mit den vorhandenen immer wieder neu kombinieren kann und so habe ich viele Schrankschläfer neu entdeckt und freu‘ mich immer wieder über die Erkenntnis, ich habe genug, und muss nicht jeden Trend mitmachen. Dennoch darf das ein oder andere Stück meine Garderobe ergänzen. Ich fühle mich viel stilsicherer als vor deinem Kurs. Lerne aber weiter und freu mich immer über deine Impulse. Dankeschön und liebe Grüße aus Frankfurt!

    Antworten

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