FRAU MAIERs Stil Mission: Tag 4

4. Deine Farben

Schau Dir mein Video an oder lese Dir darunter den Text durch – je nachdem was Du lieber magst.

Bitte beachte: Die Inhalte des Videos sind weitestgehend deckungsgleich zum geschriebenen Wort.

Gleich vorweg, damit keine Missverständnisse auftreten und Du absolute Klarheit hast: Ich halte nichts von der Einteilung der Menschen in Sommer, Herbst oder sonst irgendeine Jahreszeit!

Das bedeutet nicht, dass ich die Basis, auf der dieses System wurzelt, als falsch betrachte. Überhaupt nicht. Die Idee dahinter ist gut. Die Umsetzung (sehr, sehr oft) leider nicht.

Viele meiner Kundinnen haben eine Farbberatung hinter sich. Sie wedeln mit ihren Farbpässen und sind wahlweise …

… echt glücklich damit (in diesem Fall stimmt die Einschätzung mit der Realität der Kundin überein),

… echt unglücklich damit (in diesem Fall passen Einschätzung und Realität nicht zusammen),

… echt verunsichert (weil sie selbst der Meinung sind, dass es weitere Farben gibt, die ihnen stehen; weil die Hersteller diese Farben aktuell nicht im Sortiment haben; weil es zu sehr einschränkt …).

Solltest Du eine Farbberatung erhalten haben und mit dem Ergebnis zufrieden sein: Klasse! Bleib dran und offen für Neues.

Solltest Du eine Farbberatung erhalten haben und mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein: Dann passe jetzt besonders gut auf. Du wirst Deinen persönlichen Farben einen großen Schritt näher kommen. Und bitte bedenke: Auch das darf Stück für Stück passieren und sich entwickeln. Denn auch durch das Ausprobieren und Tragen zeigen Deine Erfahrungen und Gefühle, vielleicht auch die Komplimente Deines Umfelds, welche Farben genau Deine sind.

Farben sind wichtig, das ist unbestritten. Ja, ich würde sogar behaupten: Sie sind essentiell wichtig! Wer Farben „falsch“ kombiniert oder die „falschen“ Farben trägt, der vergibt eine große Chance auf gutes Aussehen und auch Wohlgefühl. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dir Klarheit über DEINE Farben verschaffst. Denn Farben haben eine starke Auswirkung auf Dein gutes Aussehen, das ist manchen gar nicht so bewusst. Komplimente wie „Du siehst ja gut/erholt/entspannt aus!“ sind oft auch auf die zu Dir passende Farbwahl zurückzuführen.

Noch eins vorweg: Mach Dich deswegen bitte nicht verrückt. Das Ganze braucht ein wenig Zeit. Wir kümmern uns heute um einen wichtigen Parameter. Leider haben wir im Rahmen der Stil Mission nicht die Zeit um auf alle wichtigen Faktoren rund um das Thema einzugehen (das hatten wir im übrigen nicht mal für alle so richtig bei StilSicher in 8 Wochen, darum habe ich StilSicher leben, mein neues 6-Monatsprogramm entwickelt). Daher: Höre auf Dein Gefühl und beachte, was Du im Spiegel siehst. Farbe ist sicht- und spürbar. Mehr dazu später.

Warum sehen nicht alle Menschen in allen Farben gleich gut aus?

Weil wir jeweils unterschiedliche Eigenfarben haben. Augen (Iris und Augenweiß), Haut, Haare, Wimpern, Augenbrauen, Lippen, Zähne, eventuelle Sommersprossen. Unser gesamtes Spektrum der Einzigartigkeit hat Einfluss darauf, wie Farben an uns wirken.

Welche Farben lassen Dich strahlen, frisch, lebendig und gesund aussehen? Welche Farben unterstützen Dich – in dem Sinne, dass Du ein gutes Gefühl, (Selbst-)Sicherheit bekommst und sich damit Deine Ausstrahlung noch mehr steigert?

 

Farbe ist sicht- und spürbar

Was soll das denn heißen?

„Ich sehe Farben nur!“, wirst Du vielleicht denken. Stimmt. Und spüren tust Du sie auch. Vielleicht (noch) nicht bewusst.

Es gab diverse Studien, in denen blinde Menschen in farbige Räume gebracht wurden. Rote, gelbe, blaue … Sie wussten nicht, in welchem Raum sie sich befanden, und sollten beim Verlassen des Raumes ihre Gefühle beschreiben.

Beim roten Raum wurde berichtet, dass er sich heiß oder warm anfühlte, dass die Probanden ein Kribbeln oder eine leichte Aggression verspürten. Beim gelben Raum wurde von warmen, strahlenden Wahrnehmungen berichtet, beim blauen wurde immer wieder Kühle oder Beruhigung erwähnt.

Diese Menschen haben die Farben nicht gesehen und doch konnten sie darüber eine Aussage treffen.

Etwas in der Art habe ich auch schon erlebt: Der Sohn einer Kundin wurde beim Tragen von roter Kleidung regelmäßig aggressiv. Er war ohnehin ein lebhaftes Kind, mit rotem Pullover stellte er allerdings im Kindergarten eine echte Herausforderung für die anderen Kinder und die Erzieher dar. In Grau, Blau oder Grün blieb er innerhalb seines gewohnten Aktionslevels.

Deine Farb-Intuition

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du folgendes Szenario kennst: Du trägst ein rotes/grünes/blaues Top. Du fühlst Dich sensationell damit! Die Woche drauf möchtest Du es wieder anziehen. Du schlüpfst hinein, voller Vorfreude auf das gute Gefühl vom letzten Mal, schaust in den Spiegel und erschrickst. Was ist denn heute los? Du siehst nicht so gut aus und fühlst Dich auch gar nicht gut in dem Teil. Warum nur? Was ist passiert?

Heute ist heute und gestern ist gestern. Du fühlst Dich anders, vielleicht hast Du wenig geschlafen und Dein Teint ist anders als letzte Woche, oder Deine Augen sind etwas trüb, weil Dir Schlaf fehlt … Vielleicht bist Du auch ganz einfach nur in einer anderen Stimmung. Letzte Woche fühltest Du Dich stark und kraftvoll in dem roten Top. Heute ist Dir eher nach Ruhe und Sicherheit und Du fühlst Dich in Blau einfach wohler.

Darauf darfst Du hören. Auf Deine innere Stimme. Denn daran ist weder etwas falsch noch schlecht. Ganz im Gegenteil: Je mehr Du im Verlauf diese Stil Mission und natürlich darüber hinaus wieder mit Deinem Gefühl, Deiner Intuition gehst, desto schneller und leichter kommst Du zu Deinem Stil. Und mehr Spaß macht es auch noch.

Unterschiedliche Lebensphasen haben unterschiedliche Farben. Unterschiedliche Tage haben unterschiedliche Farben.

Willst Du Dich zeigen, wählst Du eher kraftvolle Farben.

Brauchst Du Ruhe und Einkehr, wählst Du gedeckte Farben wie Grau, Taupe, Silber …

 

Die vier Parameter der Farben

Farbtemperatur: warm (Gelbstich) – kalt (Blaustich)

Zur Verdeutlichung: Rot kann eine gelbliche Richtung haben: warm (Orangerot) oder eine bläuliche: kalt (Beerentöne, Pink).  

Lichtwert: hell (am hellsten: Weiß) – dunkel (am dunkelsten: Schwarz)

Buntwert: bunt (Gelb, Rot, Pink …) – unbunt (Grau, Beige, Braun …)

Farbintensität: leuchtend (Neonpink) – gedeckt (Altrosa)

Es gibt Personen, die können alle genannten Parameter tragen und tun es auch. Wie das geht?

Es braucht Selbstsicherheit, Experimentierfreudigkeit und vielleicht auch ein bisschen Mut. Empfehlen würde ich das nur, wenn Du Dich damit 100%ig wohl fühlst und Du bereits ein gewisses Händchen dafür entwickelt hast.

Es gibt also Menschen, die tragen beispielsweise ausschließlich gedeckte, unbunte Farben. Und andere, die kleiden sich wie ein bunter Papagei. Und natürlich gibt es was dazwischen.

Das Wichtigste ist: Es darf/muss/soll zu Dir passen und Dir ein gutes Gefühl und Sicherheit geben. Bitte bedenke auch, dass manche Farben im Sommer besser an Dir aussehen als im Winter. Lebensgefühl und Pigmentierung der Haut sind im Sommer anders als im Winter.

Folge wieder Deinem Gefühl, Deiner Farb-Intuition. Wie das geht? Höre auf Deine innere Stimme, betrachte wie von außen, was Du im Spiegel siehst.

Wie sieht Deine Farbwelt aus? Schaue in Deinen Kleiderschrank und Dir wird (in aller Regel) sofort klar, was Du magst und was nicht.

 

Aufgabe: Erstelle Deine persönliche Grundfarbigkeit.

So geht’s:

Gibt es Farben, die Du schon immer gerne mochtest (zu besonderen Anlässen)?

Hast Du Lieblingsfarben?

Bekommst Du für bestimmte Farben öfter Komplimente als für andere?

In aller Regel besitzen wir alle ähnliche Basisfarben (2–4), zum Beispiel: Blau, Weiß, Schwarz, Braun, Beige, Grau. Darüber hinaus haben wir Akzentfarben, die wir mit den Grundfarben kombinieren (idealerweise 1–3), zum Beispiel: Rot, Grün, Pink, Türkis …

Bitte beschränke Deine Akzentfarben auf die Farben, in denen Du Dich wirklich gut fühlst und die Du gerne trägst. Je weniger Vielfalt, desto leichter lässt sich Deine Kleidung kombinieren. Das bedeutet nicht, dass Deine Garderobe und Deine Kombinationen deshalb langweilig sind. Du kannst mit Deinen Farben maßgeblich Deinen persönlichen Stil prägen.

Kleiner Tipp: Rote Haare, grüne oder blaue Augen könnten Akzentfarbe sein.

Beispielhafte Grundfarbigkeit:

BLAU    GRAU    WEISS

Beispielhafte Kleidungsstücke in diesen Farben: Hosen, Blusen, Oberteile, Blazer, Jacken, Kleider, Schuhe, Gürtel.

Dazu passende beispielhafte Akzentfarben:

ROT    OLIV

Beispielhafte Kleidungsstücke in diesen Farben (generell gesagt: Alles was weniger Fläche einnimmt): Blusen, Oberteile, Strick, Schuhe, Gürtel, Taschen, Accessoires (Schals, Armbänder, …)

Viel Spaß beim Entdecken Deiner Farben!

Deine

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