Wie Du zu Deiner neuen Lieblings-Short-Jeans kommst

von 08.06.2017Shopping, Stilberatung

HILFE! Meine Jeans ist „alt“! Wie Du zu Deiner neuen Lieblings Short Jeans kommst.

PS Gilt auch für Chinos, wie Du unschwer auf dem Bild erkennen kannst!

… und ist von Mann und Frau umzusetzen und zu tragen …

Da liegt sie. Vorwurfsvoll. Ein bisschen mitleidig und ein wenig angesäuert. Meine Jeans, eine meiner Jeans. Ich besitze einige. Nicht alle trage ich mehr regelmäßig. Unter anderen diese eine.

Wir schreiben das Jahr 2004. „Seven for all Mankind“ liegt in jedem gut sortierten, hochwertigen und auch hochpreisigem Geschäft. Schon länger schleiche ich in einem Geschäft am Bodensee um die Bootcut herum. 230 Euro soll sie kosten. Bei einer schwedischen Modehaus-Kette kosten Jeans zu diesem Zeitpunkt etwas ein Zehntel. Dafür sind sie auch nicht so toll, und so hochwertig und machen keinen so tollen Po.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich kaufe die Jeans, trage sie einige Jahre mit viel Freude und nun liegt sie seit mindestens genauso vielen ungetragen herum. Altkleidersack: definitiv nicht. Ebay Kleinanzeigen: keine will sie. Verschenken: wem denn?

Also sortiere ich Sie bei jedem Ausmisten, aufräumen, Ankleide sauber machen wieder ein. Sie ist ja immerhin auch ein Klassiker, den man und frau theoretisch jederzeit tragen kann. Theoretisch.

Also beschliesse ich, dass sie zum Rumliegen zu schade ist. Ich bin bereit ihr neues Leben einzuhauchen. Ich greife zur Schere und schneide die Beine ab. Auf Kniehöhe. Probiere sie an. Kremple die Beine hoch. Schneide erneut und habe sie: die perfekte kurze Hose für warme Tage! Mit der für mich idealen Länge, einer tollen Passform und einem hochwertigen 10 Jahre altem Teil, welches nun seinen zweiten Frühling erlebt. Denn ich trage sie nun wieder fast so oft, wie am Anfang. Mal sportlich, mal lässig, mal sexy, mal schick – je nachdem mit was ich meine neue Short-Jeans kombiniere.

Meine 5 Tipps zum richtigen Abschneiden

  1. Lieber 2 oder 3 mal abschneiden – kürzer geht immer. Welche Länge die für Dich Richtige ist entscheidet Dein Wohlgefühl, Deine Anlässe zu denen Du sie tragen möchtest und Dein persönlicher Stil.

  2. Lass Dir auf Wunsch den Originalsaum der Jeans wieder annähen (bei Chinos empfehle ich krempeln oder umnähen, sie fransen nicht so ideal …)

  3. Magst Du den Fransen Look: zupfe Fäden aus der abgeschnittenen Kante

  4. Magst Du Schnittkante mit einem kontrolliertem Fransenabschluss: nähe im Zick-Zack oder Steppstich einmal in der Jeansfarbe um die Kante herum (ca. 3mm nach innen versetzt)

  5. Hochkrempeln funktioniert gut bei einem etwas weiteren Schnitt um den Schenkel, dafür die Beinlänge etwas länger wählen, damit genug Material zum Krempeln bleibt

 

Viel Spaß mit Deinem neuen Lieblingsteil für den Sommer. Nachhaltig ist’s auch noch!

PS: Schönheit beginnt im Herzen und geht dann vom Kopf bis zu den Füßen.

... und warum Deine innere Einstellung dabei viel wichtiger ist.

 

 "Schönheit fängt im Herzen an und geht dann vom Kopf bis zu den Füßen." FRAU MAIER

MEIN Lieblingszitat im wahrsten Sinne. Und wie Du es praktisch anwendest erfährst Du hier und heute. Und so viel verrate ich bereits jetzt: die Kleidung spielt in diesem Teil eine untergeordnete Rolle. Und: am Ende gibt´s noch ein Geschenk. Von mir – an Dich. Gut aussehen...als ob das so einfach ist!

Die Medien zeigen uns tagtäglich, was schön und erstrebenswert ist. Den Männern führt man Six-Packs und markante Gesichtszüge vor. Den Damen faltenfreie Haut, 90-60-90 Maße, üppiges Dekolleté, runder Po, flacher Bauch, lange Beine... Und bitte alles in Kombination!

Sehen wir so aus?

Nein.

Warum?

Weil die meisten Models selbst auch nicht so aussehen.

Denn weniger publik ist, wie es dazu kommt. Da werden also Arme und Beine verlängert, Füße verkleinert, Augen vergrößert, die Haut mehrfach geglättet und ge-glow-ed, Schultern angehoben, der Bauch verflacht, usw. usw. (und manchmal kann Photoshop auch so richtig in die Hose gehen – klick).

Mich erleichtert dieses Wissen. Denn das ist wie die Torte auf dem Bild im Backbuch. 3-stöckig – schneeweiss – perfekt verziert – einfach makellos. Auch das Stückchen auf dem Teller: die einzelnen Schichten, ganz einfach perfekt und zum Reinbeissen ... nicht ganz.

Was wir da sehen ist alles andere als essbar. Gips, Karton, Farbe ... eine kleine Illusion also, um uns den Mund wässrig zu machen. Und wenn wir wissen, dass es das ist, dann erwarten wir nicht, dass unsere Torte so aussieht wie die im Buch und dass wir beim Blick in den Spiegel durchaus auch Falten haben dürfen.

Wir sind Menschen. So wie unsere Charakterzüge uns einzigartig sein lassen, so machen auch unsere äusseren Gegebenheiten uns schön. Auch wenn Sie nicht der erfundenen Norm entsprechen. Oft sind die Dinge, die Du vielleicht nicht magst, genau die, die unserem Gegenüber besonders gut gefallen.

 

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