Bin ich schön – Teil I

von 09.11.2016Gut Aussehen, Life&Style, Stilberatung

„Bin ich schön?“ Diese Frage habe ich mir schon immer gestellt. Seit ich denken kann. Schon im Kindergarten war ich fasziniert vom Aussehen anderer. Haare, Haut, Finger, Hände, Beine, Kleidung, … an jedem Menschen fand ich etwas, was mir besonders gut gefiel. Bei Anja waren es die glatten, festen und dichten Haare. Bei Katrin die Lockenpracht. Bei Tina die kleine Stupsnase. Bei einem türkischen Schulkamerad aus der Grundschule waren es die tiefschwarzen Haare und die langen Wimpern. Bei Florian die Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen und seine Sommersprossen. Und bei anderen war es die Gesamt-Komposition aus Aussehen, Haltung und was ich heute Ausstrahlung nennen würde.

Mich faszinierte das Spiel mit Kleidung und Kombinationen. Verkleiden für eine private Theater-Aufführung, wenn Besuch da war, einmummeln nach dem Baden vor dem Fernseher, schick machen für Erik Meier (ja, meine erste Liebe hiess auch Meier, nur eben mit e i) aus dem Kindergarten. Kleidung und das Spiel mit derselben war mir schon immer ein Fest, das ich bis heute geniesse. Kleidung gab und gibt mir das Gefühl gut auszusehen, auch wenn ich mich vielleicht gerade anders fühle.

„Bin ich schön?“

Diese Frage hat mich auch schon an den Rand der Verzweiflung gebracht in Momenten, in denen ich mich eben genau so nicht gefühlt habe. Das Vergleichen mit anderen, die mediale Beeinflussung durch super-perfekte Frauen auf Plakatwänden und in Zeitschriften machte mich krank. Weil ich beim Blick in den Spiegel nie das vorfand, was ich in den Magazinen sah. Es gab Dellen, Dehnungsstreifen vom zu schnellen Wachstum in der Pubertät, Poren, Pickel, Haare, die nicht wollten wie ich. Der Busen saß nicht wie bei den Baywatch Ladies knapp unterm Kinn und meine Beine waren auch kürzer. Beim Gang durch die Fußgängerzonen Deutschlands fand ich wenige Frauen, die so aussahen wie die in den Magazinen. „Wie muss es denen wohl gehen?“, fragte ich mich.

Denn ich war immer der festen Überzeugung, dass diese Frage alle Menschen gleichermaßen beschäftigt. Bis ich herausfand, dass das gar nicht so war. Trotzdem interessierte mich was andere über sich und ihr Äusseres denken.

Ich lernte für mich, dass mein gutes Aussehen immer mit meiner Haltung mir selbst gegenüber zusammenhängt. Kleidung ist mein Sahne-Häubchen oben drauf.

Im Laufe der letzten Jahre, in denen ich mich täglich mit dem Thema gut aussehen, schön sein und fühlen, Kleidung, Frisur, innere Haltung, … beschäftige, habe ich so viele spannende Einstellungen und Blickwinkel kennen gelernt, dass ich der Frage „Bin ich schön?“ in Form einer Artikel-Serie nachgehen möchte. So ist diese Aktion entstanden. Mir war wichtig unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Lebenslinien zu befragen.

Die Fragen sind immer die Gleichen:

  1. Was bedeutet gut aussehen für Dich?
  2. Was braucht es, damit Du Dich schön/gut aussehend findest?
  3. Wie wichtig ist Deines Erachtens nach innere Einstellung, Selbstliebe beim guten Aussehen?

Viel Spaß mit den Antworten. Willst Du mir Deine Antworten mitteilen? Sehr gerne. Ich freue mich darauf! Einfach an email (at) frau-m.de

 

Béatrice Drach, Bewegungscoach und MentaltrainerinBeatrice Drach

Lebensmotto: Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag

Was bedeutet gut aussehen für Dich? Gutes Aussehen bedeutet für mich ein Strahlen von Innen nach Außen. Es geht hier nicht um die Hochglanzschönheit, sondern um Schönheit die von Innen kommt. Unabhängig von einer großen Nase, kleinen Brüsten oder ähnlichem.

Was braucht es, damit Du Dich schön/gut aussehend findest? Farben (wie pink), die mich zum Strahlen bringen. Kleidung, die meine Vorzüge betont und bequem ist. Ein gutes Körpergefühl ist für mich ganz wesentlich, dass ich mich gut aussehend fühle.

Wie wichtig ist Deines Erachtens nach innere Einstellung, Selbstliebe beim guten Aussehen? Selbstliebe – das Annehmen des eigenen Körpers, eine Körperhaltung die mich sicher macht – all dies läßt mich gut aussehen.

Susanne Rohr, Marketing Strategin und GeschäftsenwicklerinSusanne Rohr

Lebensmotto: Life isn´t about finding yourself. Life is about creating yourself.

Was bedeutet gut aussehen für Dich? Innerlich und äußerlich schön zu sein. Manchmal lerne ich Menschen kennen, die auf den ersten Blick schön sind und je näher ich sie kennenlerne, immer hässlicher für mich werden. Und andersrum entdecke ich die Schönheit an anderen im Laufe der Zeit, indem ich sie näher kennen lerne. Gut aussehen hat etwas mit meinem Blickwinkel zu tun, wie ich meine Welt betrachte.

Was braucht es, damit Du Dich schön/gut aussehend findest? Schönes Wetter, ich bin gut drauf, einen aufgeräumten Kleiderschrank, die Klamotten passen zueinander und sitzen – sowie eine schöne Umgebung.

Wie wichtig ist Deines Erachtens nach innere Einstellung, Selbstliebe beim guten Aussehen? Für mich ist das elementar. Ohne dem kannst Du Dir noch so schöne Kleidung kaufen und wirst doch nie zufrieden sein.

 

Sebastian Schild, Coach, Trainer und Public Speaker Sebastian Schild

An dieser Stelle möchte ich verraten was Sebastian mir geschrieben hat, nachdem ich ihn für diese Aktion angefragt habe:

„Ich finde deine Aktion richtig super! Ich bin überzeugt wenn mehr Frauen an ihre innere Schönheit glauben, dass dieses „Idealbild“ der Medien keinen so großen Druck erzeugen kann. Natürlich ist es schön wenn eine Frau sich schminkt und schick macht … doch genauso wichtig ist es den Menschen zu sehen. Ich glaube jeder hat eine schöne Seite an sich.“

Lebensmotto: Was Du heute denkst wirst Du morgen sein.

Was bedeutet gut aussehen für Dich? Ein guter Umgang mit sich selbst.
Was braucht es damit Du Dich schön/gut aussehend findest? Eine „gesunde“ Lebensweise.
Wie wichtig ist Deines Erachtens nach innere Einstellung, Selbstliebe beim guten Aussehen? Selbstliebe ist ein wichtiger Schlüssel für gutes Aussehen.

Susanne Pillokat-Tangen, Berufungs- & Business Coach und Mit-Gründerin von „Mein bestes Jahr“

Lebensmotto: Lebensaufgabe finden – Seele entfalten – Träume wagen. Dann gelingt das Leben!

Susanne hat ihre Antworten in einem kleinen Video für Dich aufgenommen:

 

Nächste Woche geht es weiter mit spannenden Menschen und ihren Antworten auf meine Fragen. Genauer gesagt kommen Melanie Mittermaier, Sandra Hornsteiner, Veronika Krytzner,Steve Santana, Susanne Ackstaller und die ehemalige Germany´s next Topmodel Kandidatin Kera Rachel Cook zu Wort.

Teil 2

Teil 3

PS: Schönheit beginnt im Herzen und geht dann vom Kopf bis zu den Füßen.

... und warum Deine innere Einstellung dabei viel wichtiger ist.

 

 "Schönheit fängt im Herzen an und geht dann vom Kopf bis zu den Füßen." FRAU MAIER

MEIN Lieblingszitat im wahrsten Sinne. Und wie Du es praktisch anwendest erfährst Du hier und heute. Und so viel verrate ich bereits jetzt: die Kleidung spielt in diesem Teil eine untergeordnete Rolle. Und: am Ende gibt´s noch ein Geschenk. Von mir – an Dich. Gut aussehen...als ob das so einfach ist!

Die Medien zeigen uns tagtäglich, was schön und erstrebenswert ist. Den Männern führt man Six-Packs und markante Gesichtszüge vor. Den Damen faltenfreie Haut, 90-60-90 Maße, üppiges Dekolleté, runder Po, flacher Bauch, lange Beine... Und bitte alles in Kombination!

Sehen wir so aus?

Nein.

Warum?

Weil die meisten Models selbst auch nicht so aussehen.

Denn weniger publik ist, wie es dazu kommt. Da werden also Arme und Beine verlängert, Füße verkleinert, Augen vergrößert, die Haut mehrfach geglättet und ge-glow-ed, Schultern angehoben, der Bauch verflacht, usw. usw. (und manchmal kann Photoshop auch so richtig in die Hose gehen – klick).

Mich erleichtert dieses Wissen. Denn das ist wie die Torte auf dem Bild im Backbuch. 3-stöckig – schneeweiss – perfekt verziert – einfach makellos. Auch das Stückchen auf dem Teller: die einzelnen Schichten, ganz einfach perfekt und zum Reinbeissen ... nicht ganz.

Was wir da sehen ist alles andere als essbar. Gips, Karton, Farbe ... eine kleine Illusion also, um uns den Mund wässrig zu machen. Und wenn wir wissen, dass es das ist, dann erwarten wir nicht, dass unsere Torte so aussieht wie die im Buch und dass wir beim Blick in den Spiegel durchaus auch Falten haben dürfen.

Wir sind Menschen. So wie unsere Charakterzüge uns einzigartig sein lassen, so machen auch unsere äusseren Gegebenheiten uns schön. Auch wenn Sie nicht der erfundenen Norm entsprechen. Oft sind die Dinge, die Du vielleicht nicht magst, genau die, die unserem Gegenüber besonders gut gefallen.

 

FRAU MAIERs 5 beste Stil-Tipps

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2 Kommentare

    • FRAU MAIER

      Danke :*

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